Vom Projekt zum Netzwerk

Der Aufbau des Netzwerks wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) ko-finanziert und läuft bis Mitte 2018.

Bildung und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft

Der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen wird in Deutschland neben dem sozioökonomischen Status und der sozialen Herkunft der Eltern, auch von deren Migrationserfahrung und den Herausforderungen, die sich aus den kulturellen Unterschieden im Erziehungs- und Bildungsbereich ergeben, beeinflusst.

Dabei hat die Elternrolle eine besonders wichtige Bedeutung für die Bildungskarriere der Kinder sowie deren Entwicklung und Entfaltung im Bildungsbereich. Eltern mit Migrationshintergrund haben meist ein großes Interesse am Bildungserfolg ihrer Kinder und sind auch bereit, sie auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu unterstützen. Oft fehlen ihnen jedoch grundlegende Informationen darüber, wie sie dies tun können. Hierbei kommt der Arbeit und dem Engagement von Migrantenorganisationen im Bildungsbereich eine besondere Bedeutung zu.

Zahlreiche migrantische Elternvereine und -netzwerke gründeten sich innerhalb der letzten 50 Jahre mit dem Ziel, Einfluss auf die Bildungssituation der Kinder aus der eigenen Community zu nehmen. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit besteht darin, Eltern über ihre Rechte zu informieren und ihnen Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen, aber auch ihre Anliegen und Interessen auf politischer Ebene zu vertreten. Zu diesem Zweck schlossen sich viele der herkunftsspezifischen Organisationen im Laufe der Zeit zu Bundesverbänden, regionalen sowie Landesnetzwerken zusammen.

Davon ausgenommen sind jedoch viele kleine, lokale migrantische Elternvereine und -initiativen (vor allem von Drittstaatsangehörigen). Diese sind bisher nur wenig vernetzt und es existiert bislang auch keine bundesweite Vernetzung der migrantischen Elternorganisationen.

Der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen wird in Deutschland neben dem sozioökonomischen Status und der sozialen Herkunft der Eltern[1], auch von deren Migrationserfahrung und den Herausforderungen, die sich aus den kulturellen Unterschieden im Erziehungs- und Bildungsbereich ergeben[2], beeinflusst.

Dabei hat die Elternrolle eine besonders wichtige Bedeutung für die Bildungskarriere der Kinder sowie deren Entwicklung und Entfaltung im Bildungsbereich. Eltern mit Migrationshintergrund haben meist ein großes Interesse am Bildungserfolg ihrer Kinder und sind auch bereit, sie auf ihrem Bildungsweg zu begleiten und zu unterstützen. Oft fehlen ihnen jedoch grundlegende Informationen darüber, wie sie dies tun können.[3] Hierbei kommt der Arbeit und dem Engagement von Migrantenorganisationen im Bildungsbereich eine besondere Bedeutung zu.

Zahlreiche migrantische Elternvereine und -netzwerke gründeten sich innerhalb der letzten 50 Jahre mit dem Ziel, Einfluss auf die Bildungssituation der Kinder aus der eigenen Community zu nehmen. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit besteht darin, Eltern über ihre Rechte zu informieren und ihnen Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen, aber auch ihre Anliegen und Interessen auf politischer Ebene zu vertreten. Zu diesem Zweck schlossen sich viele der herkunftsspezifischen Organisationen im Laufe der Zeit zu Bundesverbänden, regionalen sowie Landesnetzwerken zusammen.

Davon ausgenommen sind jedoch viele kleine, lokale migrantische Elternvereine und -initiativen (vor allem von Drittstaatsangehörigen). Diese sind bisher nur wenig vernetzt und es existiert bislang auch keine bundesweite Vernetzung der migrantischen Elternorganisationen.

 


[1] Vgl. Alpbek, Mehmet (2017): Schule und Kindertageseinrichtungen, in: Groß, Torsten/Huth, Susanne/Jagusch, Birgit/Klein, Ansgar/Naumann, Siglinde (Hrsg.) (2016): Engagierte Migranten - Teilhabe in der Bürgergesellschaft, Schwalbach i.Ts., S. 173.

[2] Vgl. Glorius, Birgit (2014): Bildungsbenachteiligung durch Migration? Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, verfügbar unter: http://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/fb/fb_003/fb_003_10.pdf (zuletzt abgerufen am 03.02.2017).

[3] Vgl. Stiftung Mercator und Vodafone Stiftung Deutschland (2015): Große Vielfalt, weniger Chancen. Eine Studie über die Bildungserfahrungen und Bildungsziele von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, verfügbar unter: https://www.stiftung-mercator.de/media/downloads/3_Publikationen/Barz_Heiner_et_al_Grosse_Vielfalt_weniger_Chancen_Abschlusspublikation.pdf (zuletzt abgerufen am 03.02.2017).

Bundesweite Vernetzung

Die Arbeitsgruppe "Migration, Teilhabe, Vielfalt" des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) veranstaltet seit 2006 gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern und Unterstützung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Tagungen von und für Migrantenorganisationen und stärkt damit ihre bundesweite Vernetzung.

Am 7. und 8. Mai 2011 fand die Tagung "Integrationsförderung durch Elternvereine und Elternnetzwerke. Ein Beitrag von Migrantenorganisationen in Ost- und Westdeutschland" in Halle / Saale statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Bedeutung von migrantischen Elternorganisationen für Bildungserfolg und Integration. Dabei wurde deutlich, dass es ein großes Interesse seitens der Migrantenorganisationen an einer bundesweiten Vernetzung von migrantischen Elternvereinen und -netzwerken gibt – sowohl untereinander als auch mit anderen relevanten Akteuren. Viele der Teilnehmenden bekundeten ihre Bereitschaft, sich an einer solchen bundesweiten Vernetzung aktiv zu beteiligen.

Daran anknüpfend erarbeiteten das BBE und INBAS-Sozialforschung einen ersten Projektentwurf für den Aufbau eines Bundeselternnetzwerks mit Migrantenorganisationen. Im Oktober 2014 reichte INBAS-Sozialforschung schließlich einen Antrag im Rahmen des europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) zusammen mit dem BBE, dem Bundesverband russischsprachiger Eltern (BVRE) und der Föderation Türkischer Elternvereine (FÖTED) ein, der zur Förderung ausgewählt wurde. Somit konnte der Aufbau eines Bundeselternnetzwerks mit Migrantenorganisationen im Sommer 2015 starten.

Netzwerkentwicklung

Im Rahmen der Netzwerkentwicklung fanden bisher neun lokale Informationsveranstaltungen in Kooperation mit lokalen, gut vernetzten Partnerorganisationen statt. Diese Veranstaltungen dienten dazu, Elternorganisationen vor Ort über das Bundeselternnetzwerk zu informieren, sie in den Prozess der Netzwerkentwicklung einzubeziehen, ihre Themen und Bedarfe zu erörtern sowie die regionale Vernetzung zu unterstützen.

Zwei strategische Workshops im Frühsommer 2016 mit Vertreter_innen weiterer bundes-  und landesweit agierenden Migranten(eltern)netzwerke und -verbände dienten dazu, weitere Organisationen aktiv in den Netzwerkentwicklungsprozess einzubeziehen und ihnen inhaltliche Mitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten. 

Im Mittelpunkt der Workshops stand zum einen die Auseinandersetzung mit Chancen und Herausforderungen einer Vernetzung von migrantischen Elternvereinen und Migrantenorganisationen auf Bundesebene. Zum anderen wurde die thematische und strukturelle Ausrichtung des Netzwerks diskutiert und profiliert. Im Ergebnis wurden erste Weichen für Organisationsform, Zielgruppen und Strukturen des aufzubauenden Netzwerks gestellt.

Planungs- und Koordinierungstreffen dienen der strategischen Netzwerkentwicklung, darunter die Identifizierung der anstehenden Aufgaben und Ziele, die Arbeitsteilung unter den Beteiligten, die Verabredung der nächsten Arbeitsschritte sowie Formalitäten und organisatorische Angelegenheiten.

Nachdem die Koordinierungsrunde in der ersten Phase der Netzwerkentwicklung aus den Projektpartnern INBAS-Sozialforschung, BBE, BVRE und FÖTED bestand, wurde sie im Herbst 2011 um weitere Migrantennetzwerke und -verbände erweitert, die ab da aktiv am Steuerungs- und Entscheidungsprozess der Netzwerkentwicklung sowie bei der Klärung strategischer Fragen teilhaben. Zur erweiterten Koordinierungsrunde gehören nun auch: