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Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt)Mehrsprachigkeit als Ressource für Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Mehrsprachigkeit gehört zum Alltag vieler Familien und Schulen. Die Mehrsprachige Elternlots*innen-Akademie (MELA) setzt sich dafür ein, diese Vielfalt im Bildungssystem als Stärke anzuerkennen und zu nutzen. Dafür entwickelt das Projekt erstmals bundesweit anschlussfähige Curricula, Qualitätsstandards und eine Zertifizierungslogik für die Qualifizierung mehrsprachiger Elternlots*innen. Das Projekt startet mit einer Bestandaufnahme zu den bestehenden Herausforderungen, Unterstützungsbedarfe und Entwicklungspotenziale. Es wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das wissenschaftlich fundierte und übertragbare Qualifizierungs- und Transfermodell verbindet Erkenntnisse aus Wissenschaft, Schule und Praxis. Durch die Qualifizierung und Vernetzung von Elternlots*innen, Lehrkräften und angehende Lehrkräfte stärkt MELA Mehrsprachigkeit als pädagogische, gesellschaftliche und kulturelle Ressource. Elternlots*innen fördern die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Familien mit Migrationsgeschichte und Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig werden Lehrkräfte darin unterstützt, Mehrsprachigkeit und Diversität im Unterricht, in der Schulentwicklung und in der Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien einzubeziehen. Auf diese Weise trägt MELA zu mehr Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und einer diversitätsbewussten Schul- und Organisationsentwicklung bei.
Die entwickelten Konzepte werden in drei zentralen Praxisfeldern umgesetzt, wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt:
Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Evaluation der Curricula, Schulungs- und Unterrichtsmaterialien, Qualitätsstandards und in ein Konzept für eine einheitliche Zertifizierung ein.
Das Projekt MELA wird in enger Kooperation mit unserem Kooperationspartner LAMSA – Landesnetzwerk der Migrant*innenorganisationen Sachsen-Anhalt e. V. umgesetzt. LAMSA bringt insbesondere seine langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit mehrsprachigen Elternlots*innen sowie seine etablierten Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen in das Projekt mit ein. Diese Erfahrungen und Expertise fließen in die Erprobung und Weiterentwicklung der modularen Curricula, Qualifizierungen, Schulungsmaterialien und Qualitätsstandards ein. Eine praxisnahe und bedarfsgerechte Entwicklung der Angebote wird dadurch sichergestellt.
Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie durch die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert und von der Software AG – Stiftung kofinanziert.
Die im Projekt entwickelten Curricula, Qualitätsstandards und Materialien werden so konzipiert, dass sie bundesweit von Schulen, Hochschulen, Migrant*innenorganisationen, Lehrkräftefortbildungsinstituten und weiteren Trägern genutzt und weiterentwickelt werden können. Ziel ist es, die Konzepte schrittweise zu skalieren und nachhaltig in den Regelstrukturen des Bildungssystems zu verankern.
mela@bundeselternnetzwerk.de
Dr. Zeynep Sezgin Radandt
zeynep.sezgin-radandt@bundeselternnetzwerk.de
Dr. Soraya Moket
soraya.moket@bundeselternnetzwerk.de
Beatrice Bianca Salamena
Beatrice.salamena@bundeselternnetzwerk.de
Nadine Joudi
nadine.joudi@bundeselternnetzwerk.de
Laufzeit: 01.06.2026 -31.12.202